Über das Festival:
Das free.space social & art Festival versteht sich als interdisziplinäre Plattform für zeitgenössische Kunst, kritische Wissenschaft und schafft Raum für politischen Diskurs.
Vom 3.-6. Oktober 2013 findet das Festival zum dritten Mal in Wien statt.
KUNST
Das free.space social & art Festival versteht sich als experimentelle Plattform für neue Visionen und frische Ideen. Dabei soll es nicht nur um die ästhetische Inszenierung, sondern vor allem auch um aktuelle Inhalte und interessante Positionen gehen. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf Kunst, die sich kritisch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzt, Fragen aufwirft oder Ausgangspunkt von Diskussionen sein kann.
Wir setzen dabei bewusst nicht auf bekannte Größen der Kunstszene, sondern präsentieren sehenswerte Arbeiten von NewcomerInnen und unbekannten KünstlerInnen – auf dem Festival und bei verschiedenen Projekten im öffentlichem Raum.

GESELLSCHAFT
Gesellschaftliche Tendenzen gemeinsam zu reflektieren und neue Wege zu diskutieren, ist unser Ziel. So sollen Thematiken gezielt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden, um neue Positionen zu entwickeln.
Das free.space Festival soll Raum schaffen für eine Reihe von jungen Kulturevents – auf qualitativ hohem Niveau und gleichzeitig für jedeN zugänglich: Bei uns stehen jedes Jahr auch Talks, Filmscreenings und Lesungen auf dem Programm.
DISKURS
In der Festivalzeitung „Denk.Zettel“ publizieren AutorInnen mit unterschiedlichen Hintergründen ihre wissenschaftlichen und literarischen Texte – und schaffen so eine spartenübergreifende Beschäftigung mit dem jährlich wechselnden Festivalthema. Für das Festival 2013 ist erstmals ein Symposium geplant, um KünstlerInnen die Möglichkeit zu geben, sich interdisziplinär zu vernetzen und im Vorfeld des Festivals Werke und Konzepte zu diskutieren.
THEMA 2013: Identität
Der Begriff „Identität“ ist in vernetzten Zeiten wie diesen in aller Munde. Dabei ist jedoch nicht klar, was mit „Identität“ eigentlich gemeint ist. Besitzen wir nicht sogar mehrere Identitäten? Vielerorts wird Identität als starre Fixgröße beschrieben, die seit Jahrhunderten unverändert blieb.
Im Wissenschaftlichem Kontext hat sich jedoch ein anderes Bild herauskristallisiert:
Kulturelle und kollektive Identitäten sind historisch gewachsen und verändern sich im Laufe der Zeit. Sie bestehen nicht ewig so, wie sie heute erscheinen – ganz im Gegenteil: sie verändern sich und werden von jedem und jeder von uns neu gestaltet und interpretiert. Dennoch bleiben unsere „Identitäten“ ein Interpretationsrahmen für unsere Selbst- und Fremdzuschreibungen. Wir ziehen Grenzen zwischen „Eigenem“ und „Fremdem“ und stiften somit das, was wir als „unsere Identität“ bezeichnen. Diese Grenzen sind zwar bewusst gemacht, künstlich und nicht natürlich gewachsen – und doch sind gerade diese Barrieren in unseren Köpfen und damit der Identitätsdiskurs insgesamt Hauptverursacher für viele politische und soziale Konflikte auf dieser Welt.
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